Schon gewußt?

1963 machten sich mein Vater, Adolf Fauser, im alten Schafhaus in Pfronstetten selbständig. Sein Bestand waren ca 200 Mutterschafe.
Ich hatte auch großes Interesse an der Schafzucht und musste schon im Kindesalter meinem Vater bei der Stallarbeit den Schafen unterstützen.
Im Betrieb meines Vaters machte ich dann meine Lehre und schloss sie 1976 erfolgreich mit dem Gehilfenbrief als “Schäfer ” ab.
1979 gründete ich dann meinen eigenen Schäfereibetrieb und zählte damals ca. 250 Mutterschafe zu meinem Bestand.
1985 baute dann mein Vater mit der Unterstützung der gesamten Familie einen Schafstall für 500 Mutterschafe.
Im Jahr 2000 traf uns dann das Schicksal.
Im August brannte durch einen Blitzschlag der Stall ab. Wir mussten zuschauen wie jahrelange Arbeit und der ganze Stolz verbrannte.
Mit der Kraft und Unterstützung meines Vaters, meiner Frau und meinen Kindern, ließ ich mich nicht unterkriegen und baute einen neuen Stall für 1500 Mutterschafe.
Mein Sohn, Stefan, übernahm den Betrieb seines Großvaters und erlernte auch den Beruf.
“Die Zeit im Schäferkarren, ein Erlebnis, dass man nicht so schnell vergisst “

"Die Zeit im Schäferkarren, ein Erlebnis, dass man nicht so schnell vergisst"

Früher hatten die Schäfer nur kleine Herden und oft besaßen sie nicht einmal einen Stall. Sie waren die ganze Zeit mit ihren Schafen auf Wanderschaft. Die Entfernung von der Heimat war zu groß und man hatte damals auch keine Verkehrsmittel um abends nach Hause zu fahren. So lebte man, oft das ganze Jahr über, bescheiden auf ca. 3,5 Quadratmetern im Schäferkarren. Man hatte nicht mehr wie einen Strohsack als Matratze, ein Federbett und einen kleinen Kanonenofen. Der rot-karierte Bettüberzug, eine Bank und ein kleiner Schrank machten das ganze etwas gemütlicher. Das Essen bekam man als Gegenleistung von Bauern weil man auf ihren Äckern pfurchte - gute Düngung!
Ich selbst hab die Zeit teilweiße miterleben dürfen und war oft Tagelang nicht zu Hause.